Lifeinvader: Social Media Satire in GTA 5

“We have put a billion people’s private data in the public domain, and we have milked every penny we could in the process” (Jay Norris)

Was immer man auch von der GTA-Reihe halten mag, mit Grand Theft Auto V hat Rockstar Games ein Meisterwerk im Bereich Storytelling abgeliefert. Wie schon in Red Dead Redemption wimmelt das Spiel von gesellschaftskritischen Seitenhieben. In GTA V haben es die Macher besonders auf die Medienlandschaft abgesehen.

LifeinvaderOffice-GTAV

Lifeinvader Firmensitz in GTA 5 / via

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German Brands on Facebook: Launch der Beta-Version

Heute ist die Beta-Version von German Brands on Facebook online gegangen. Das Tool hat sich aus den monatlichen PDF-Charts der beliebtesten deutschen Marken auf Facebook entwickelt und ist nun auf der Website www.brandsonfacebook.de für alle offen und verfügbar. Hier können die tagesaktuellen Zahlen zu den jeweiligen Facebook-Fanpages eingesehen werden sowie der Fan-Zuwachs zum Vortag samt Platzierung. Außerdem gibt es die Möglichkeit nicht nur nach Branchen zu filtern, sondern auch nach Monaten, um das Wachstum der letzten 30 Tage nachvollziehen und vergleichen zu können. Dazu werden noch die weiteren Social-Media-Kanäle der einzelnen Marken aufgeführt.

Ein klasse Tool für Agenturen, Freelancer und Social-Media-Verantwortliche in Unternehmen, die sich tagesaktuell informieren und Zahlen vergleichen möchten.

Persönlich bin ich sehr glücklich über den Launch, da auch ich meinen Teil zu dem Projekt hinsichtlich Feinkonzeption und Projektmanagement beitragen durfte. Da sich das Tool noch in der Beta-Phase befindet, sind wir allen Verbesserungsvorschlägen aufgeschlossen.

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg an Matias Roskos!

Hier geht es zum ausführlichen Beitrag auf socialnetworkstrategien.de.

Das Wort zum Sonntag: Vatikan 2.0

Religiöse Gemeinschaften haben das Community-Wesen perfektioniert lange vor Erfindung des Internets. Die Glaubensbranche ist eine der größten der Welt, es gibt unzählige Anbieter und einen enormen Konkurrenzkampf. Einer der größten und einflussreichsten Provider der Welt ist der Katholizismus mit seinem Headquarter Vatikan. Dessen CEO geht regelmäßig auf Businessreisen und wird ähnlich frenetisch verehrt wie Steve Jobs. Und das bei einem Kerngeschäft ohne maßgebliche Entwicklung und immaterieller Produktpalette. Eine der entscheidenden Strategien zur Stärkung der Community ist die ungefragte Mitgliedschaft im Kleinkinderalter, noch lange vor der Ausreifung intellektueller Fähigkeiten, die eine Mitgliedschaft in Zweifel ziehen könnten.

Dennoch mangelt es dem Katholizismus an einer kohärenten Kommunikationsstrategie im Social Web. Budget wäre vorhanden ebenso wie eine Zielgruppe gigantischen Ausmaßes. Und trotzdem tut man sich in sakralen Kreisen schwer, wie ein kurzer Blick auf die gängigen Online-Angebote verrät.

Zunächst wäre da die Website des Headquarters. Ein Design aus der Steinzeit, sehr schlechte Usability und die fehlende Integration sämtlicher Social-Media-Kanäle zeichnet diese vorrangig aus. Die lateinischen Bezeichnungen einiger der primären Angebote dürften ebenfalls wenig hilfreich sein.

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Social Networks im Pizzaladen und der Kneipe

Originalgröße

Die Zeiten ändern sich. Am Wochenende haben wir auf dem Weg durch den Kiez einen Espresso getrunken. Der kleine italienische Pizzaladen, den wir dazu aufsuchten, wurde von einem noch kleineren, unablässig redenden Italiener geführt, der großen Gefallen daran fand, jedes auch noch so unwichtig erscheinende Detail einer herkömmlichen Bestellung mit frecher Kommentierung zu adeln. Der Mann ging mit schnellen Schritten auf die Fünfzig zu. Während er die Bestellung über die Theke reichte, fragte er meine beiden Begleiter, woher sie denn kommen. Köln, antworteten diese. Daraufhin wurde er freudig erregt und machte uns auf seine Facebook-Fanpage aufmerksam. Er kenne jede einzelne der Personen, die dort seine Freunde seien, persönlich – sind und waren schließlich alle seine Gäste. Das ist nicht nur so daher gesagt. Wir müssten unbedingt auch seine Freunde werden. Gesagt, getan.
Zwei Tage später tranken wir ein Feierabendbier in einer recht alten, ranzigen Kneipe. Dort gesellte sich ein Mann Mitte Siebzig mit langem, schlohweißem Haar und Vollbart zu uns und berichtete, dass seine Website von israelischen Hackern angegriffen wurde, weil er, so zumindest seine Vermutung, Kartenmaterial zur Verfügung gestellt habe, das der Regierung Israels ein Dorn im Auge war. Ob wir denn bei Facebook wären?
Obwohl ich diese Entwicklung vor ca. zwei Jahren anhand diverser Statistiken prognostizierte, macht sie mich in ihrer Alltagsausprägung doch immer wieder stutzig. Eigentlich warte ich nur noch darauf, dass die Punks vor der Sparkasse mir bald keinen Kaffeebecher mehr vor die Nase halten, sondern mir ihr PayPal-Konto tweeten. Die Zeiten ändern sich.