Google+: Warum, weshalb, wozu? Eine Annäherung durch Verweise.

Was ist dieses Google+, was mache ich damit, schon wieder ein neues Netzwerk, das meine Zeit auffrisst, muss ich dabei sein, was kann das überhaupt, hat das nicht schon Negativschlagzeilen gemacht, ist das jetzt Konkurrenz für Facebook oder Twitter oder beide, wo liegen denn die Unterschiede, Vorteile und Nachteile gegenüber den anderen sozialen Netzwerken,  muss mein Unternehmen da mitmachen und wie komme ich denn da hin?

So ähnlich mutet der wirre Fragenmischmasch der letzen Tage in meinem Umfeld an. Um sich dem Phänomen Google+ zu nähern, es etwas zu entwirren und eine Grundlage für die individuelle Bewertung zu ermöglichen, folgt nun eine Linkliste mit Beiträgen von klugen Menschen, die sich bereits an Google+ abgearbeitet haben.

1. Inside Google Plus heißt das neue Blog von Carsten Knobloch aka Caschy vom allseits beliebten Techblog  stadt-bremerhaven. Hier bekommt ihr News, Tipps und Erklärungen unabhängig, sympathisch und frei Schnauze.

2. The Google+ Start-Up Guide von Saidur “Cy” Hossain. Eine hervorragende, grafische Gebrauchsanleitung als Google+ Bildergalerie. Hier in der deutschen Übersetzung.

3.  Sieben Einsatzmöglichkeiten für das neue soziale Netzwerk von Thomas Mauch. Eine pragmatische Annäherung, die die Differenzierung zu anderen Netzwerken gleich mitliefert.

4. Warum Google+ nichts mit einem sozialen Netzwerk zu tun hat, sondern eher die Zukunft der Medienrezeption einleitet und damit für Publishing wirklich interessant wird, beschreibt Herr Lobo in des Spiegels Netzwelt.

5. Das Wirrwarr um die Klarnamenpflicht, gelöschte Accounts und schwammige Richtlinien fasst Enno Park auf YuccaTreePost zusammen.

6. Was bewirkt der +1-Button und warum sollte ich selbigen auf meiner Website integrieren? Eine klare Erläuterung hierzu von Robert Basic.

7. Einen kurzen Gedankengang, warum Google doch eigentlich der Teufel ist, findet ihr bei Lanu.

8. “Wenn ein Konzern wie Google das Wissen der Welt sammelt, bestimmt dieses Unternehmen unser Weltbild.” Ein aufrüttelndes Interview mit Wolfgang Sander-Beuermann auf Spiegel Online.

9. Die Funktionalitäten von Google+ im Vergleich zu Facebook aufgearbeitet in Form einer Infografik findet ihr bei Daniel Kilian.

10. Und zu guter Letzt eine sehr gut durchdachte Satire auf OpenSourcePR: Google+ oder “In 20 Schritten zum Mainstream.”

Das sollte als Grundlage für eine Annäherung zunächst mal reichen. Persönlich kann ich nur sagen, dass ich Google+ mittlerweile verfallen bin, obwohl mich die eigene Zentralisierung auf Google-Dienste doch etwas beängstigt.

German Brands on Facebook: Launch der Beta-Version

Heute ist die Beta-Version von German Brands on Facebook online gegangen. Das Tool hat sich aus den monatlichen PDF-Charts der beliebtesten deutschen Marken auf Facebook entwickelt und ist nun auf der Website www.brandsonfacebook.de für alle offen und verfügbar. Hier können die tagesaktuellen Zahlen zu den jeweiligen Facebook-Fanpages eingesehen werden sowie der Fan-Zuwachs zum Vortag samt Platzierung. Außerdem gibt es die Möglichkeit nicht nur nach Branchen zu filtern, sondern auch nach Monaten, um das Wachstum der letzten 30 Tage nachvollziehen und vergleichen zu können. Dazu werden noch die weiteren Social-Media-Kanäle der einzelnen Marken aufgeführt.

Ein klasse Tool für Agenturen, Freelancer und Social-Media-Verantwortliche in Unternehmen, die sich tagesaktuell informieren und Zahlen vergleichen möchten.

Persönlich bin ich sehr glücklich über den Launch, da auch ich meinen Teil zu dem Projekt hinsichtlich Feinkonzeption und Projektmanagement beitragen durfte. Da sich das Tool noch in der Beta-Phase befindet, sind wir allen Verbesserungsvorschlägen aufgeschlossen.

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg an Matias Roskos!

Hier geht es zum ausführlichen Beitrag auf socialnetworkstrategien.de.

Social Networks im Pizzaladen und der Kneipe

Originalgröße

Die Zeiten ändern sich. Am Wochenende haben wir auf dem Weg durch den Kiez einen Espresso getrunken. Der kleine italienische Pizzaladen, den wir dazu aufsuchten, wurde von einem noch kleineren, unablässig redenden Italiener geführt, der großen Gefallen daran fand, jedes auch noch so unwichtig erscheinende Detail einer herkömmlichen Bestellung mit frecher Kommentierung zu adeln. Der Mann ging mit schnellen Schritten auf die Fünfzig zu. Während er die Bestellung über die Theke reichte, fragte er meine beiden Begleiter, woher sie denn kommen. Köln, antworteten diese. Daraufhin wurde er freudig erregt und machte uns auf seine Facebook-Fanpage aufmerksam. Er kenne jede einzelne der Personen, die dort seine Freunde seien, persönlich – sind und waren schließlich alle seine Gäste. Das ist nicht nur so daher gesagt. Wir müssten unbedingt auch seine Freunde werden. Gesagt, getan.
Zwei Tage später tranken wir ein Feierabendbier in einer recht alten, ranzigen Kneipe. Dort gesellte sich ein Mann Mitte Siebzig mit langem, schlohweißem Haar und Vollbart zu uns und berichtete, dass seine Website von israelischen Hackern angegriffen wurde, weil er, so zumindest seine Vermutung, Kartenmaterial zur Verfügung gestellt habe, das der Regierung Israels ein Dorn im Auge war. Ob wir denn bei Facebook wären?
Obwohl ich diese Entwicklung vor ca. zwei Jahren anhand diverser Statistiken prognostizierte, macht sie mich in ihrer Alltagsausprägung doch immer wieder stutzig. Eigentlich warte ich nur noch darauf, dass die Punks vor der Sparkasse mir bald keinen Kaffeebecher mehr vor die Nase halten, sondern mir ihr PayPal-Konto tweeten. Die Zeiten ändern sich.

Generation Like Button – Photoalbum von Martin Neuhof

Unter den Titel Generation: Facebook Gefällt Mir! hat der Photograph und Blogger Martin Neuhof eine Photoserie begonnen, die zeigen soll, in wie weit das größte soziale Netzwerk fundamentaler Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden ist. Die orale Sprachverrohung bei wohlwollender Zustimmung eines Sachverhalts ist nur ein Indiz. Wenn Facebook in meiner Generation groß geworden wäre, hätte der Like-Button wohl Krass- oder einfach Cool-Button geheißen.