WE, THE ENEMY – burning clouds: Konferenz EMAF 2014

Für das diesjährige European Media Art Festival (EMAF) habe ich zusammen mit Alfred Rotert, Salvatore Vanasco und Jan Lachenmayer die Konferenz BURNING CLOUDS konzipiert. Durch Vorträge u. a. von Annie Machon, Dr. Stephan Humer, Prof. Dr. Joachim Scharloth und Michael Seemann hoffen wir dem Diskurs zur Überwachung neue Anstöße geben zu können.

Die Aufdeckung des Schattenreichs der Überwachung hat die westliche Welt erschüttert und für ein kollektives wie individuelles Trauma gesorgt. Die digitale Revolution wurde vollzogen und im Nachklang haben auch ihre Hohepriester einsehen müssen, dass die neuen Herrschaftszentren den alten verblüffend ähnlich sind. Es scheint der Konsens zu gelten, dass Überwachung einem Verbrechen gegen die Bürgerinnen und Bürger gleichkommt, dass sie ohne unser Wissen (aber mit unseren Steuergeldern) etabliert wurde, und dass es sich hierbei um eines der größten Bedrohungsszenarien für die westlichen Demokratien handelt – diesmal von innen heraus.

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Anti-ACTA Demonstration in Berlin

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Heute war ich zusammen mit dem Dokumentarfilmer Rolf Wolkenstein und dem Poetry-Slammer Bas Böttcher auf der Anti-ACTA Demonstration in Berlin. Es wurde ein friedlicher, angenehmer und bunter Spaziergang bei eisiger Kälte durch die Stadt, was die Protestlaune der geschätzt 5.000 überwiegend jugendlichen Demonstranten/innen nicht zu mindern schien. Auch wenn die Acta-Ratifizierung zunächst verschoben wurde, waren die Protestbekundungen in ganz Deutschland am heutigen Tag enorm wichtig, um eine höhere Reichweite zu erzeugen. Ich schließe mich der Vermutung von @Grabstein an, dass die ACTA-Unterzeichnung wohl in die Zeit der kommenden EM verlegt werden wird, da ein solches Vorgehen der beliebten Taktik entspräche, unliebsame Gesetze durchzudrücken, wenn gerade niemand hinschaut (Aufmerksamkeitssteuerung).

Ein wunderbares Foto von der Demo in Köln gibt es auf Nerdcore zu besichtigen.

Update: Weitere sehenswerte Bilder gibt es bei Just und auf der Fanpage der Onlineaktivisten.

Position: Die Kehrseite der digitalen Revolution

(via)

Die Vorstellung, dass das Internet die Unterdrückten bevorzugt, hält Evgeny Morozov für überholt und naiv – das Internet ließe sich für alle politischen Prozesse nutzen, nicht nur die demokratischen. Es könne vor allem auch kein Allheilmittel gegen undemokratische Staatssysteme sein. Das Internet böte tatsächlich nichts Bestimmtes, doch langfristig gesehen stärke es die Mächtigen und schwäche die Schwachen! (via)