Das Wort zum Sonntag: 10 Regeln für eine gute Geschichte

Billy Wilder hat in Bezug auf Film gesagt:

Ich habe 10 Gebote. Die ersten neun lauten: du sollst nicht langeweilen.

Einem großen Teil der Kampagnen, die Social-Media-Bausteine miteinbeziehen oder nur auf deren Grundlage umgesetzt werden, mangelt es an Inspiration, Innovation und Unterhaltungswert. Gerade letzterer ist aber von fundamentaler Wichtigkeit, wenn es um die Gunst der User geht. Warum sollte ich eine Kampagne beachten, wenn sie mich langweilt und mir nichts weiter als ein stupides Klicken von a) nach b)  abverlangt, mit dem Ziel, letzlich doch nur meine Daten zu sammeln.

Ich möchte Teil der Geschichte sein, partizipieren, der Mischung aus Exhibitionismus und Voyeurismus Rechnung tragen, die das momentane Social Web hat bedeutend werden lassen, als üppige Jagdgründe von Marken und Dienstleistern, Experten, Evangelisten und Hohepriestern, die die Identifikation durch Produkte, den Halt der virtuellen Gemeinschaften und den Segen der steigenden Zahl predigen.

Um all dies zu erreichen, braucht es eine gute Geschichte. Doch nicht nur ihr Inhalt muss reizvoll sein, auch ihre Struktur, ihr Aufbau, sprich ihre Dramaturgie ist gerade in der unternehmensbezogenen Kommunikation von zentraler Wichtigkeit. Und da, wie es mir scheint, dies allzu oft vergessen, das Schma F sog. viraler Kampagnen durch sämtliche Meetings geprügelt wird und meist zu einer nicht mehr zu hinterfragenden Schablone verkommt, möchte ich in meinem Sonntagskommanter die 10 Regeln Billy Wilders zitieren – als eine andere Art der Schablone, die über ein Kampagnenkonzept gelegt werden kann.

  • Das Publikum ist launisch.
  • Pack es an der Kehle und laß es nie wieder los.
  • Entwickle eine klare Handlungslinie für deine Hauptfigur.
  • Sei dir im Klaren darüber, wohin du gehst.
  • Je subtiler und eleganter du die Wendepunkte der Story versteckst, desto besser bist du als Autor.
  • Falls du ein Problem mit dem dritten Akt hast, liegt das wirkliche Problem im ersten Akt.
  • Ein Tip von Lubitsch: Laß die Zuschauer zwei und zwei zusammenzählen. Sie werden dich ewig lieben.
  • Achte bei Erzählerstimmen darauf, nichts zu beschreiben, was das Publikum bereits sieht. Füge dem, was sie sehen, etwas hinzu.
  • Das, was passiert, wenn der Vorhang des zweiten Akts fällt, leitet das Ende des Films ein.
  • Der dritte Akt muss schneller, schneller, schneller werden und Action bis zum Schluss bieten, und dann – war´s das. Häng nichts mehr dran. (via)
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